Absurde Begründungen für den Einsatz digitaler Medien (XXI):

Welche absurden Formen der Versuch annehmen kann, Medien im Deutschunterricht lebensweltlich zu legitimieren, zeigt beispielhaft die Einleitung eines Aufsatzes von Matthias Ballod über soziale Netzwerke:

„Aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, aber auch aus Politik, Unternehmensalltag und Journalismus, im Grunde aus der gesamte [sic!] Gesellschaft sind soziale Netzwerke nicht mehr wegzudenken […]. Wenn sogar der Papst seinen eigenen Twitter-Account besitzt, ist eine konstruktive Auseinandersetzung mit diesen medialen Ausdrucks- und Kommunikationsformen im Deutschunterricht unhintergehbar [sic!].“

Wenn man diese Thesen versuchsweise ernst nimmt, steht zu hoffen, dass der Papst nicht in Bälde damit beginnt, Enzykliken per Rauchzeichen zu versenden, denn sonst wäre auch die Auseinandersetzung mit Rauchzeichen im Deutschunterricht „un-hintergehbar“.

Twitter-Papst-Ballod

(Quelle:  Ballod, Matthias: Soziale Medien als Thema und Werkzeug im Fach Deutsch. In: Computer & Unterricht 95 (2014), S. 40-41. Hier S. 40.)

 

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